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Studie Ultevursen (QR-421a)

Phase II/III

USH2A-assoziierte RP / Usher Typ 2

Usher-Syndrom Retinitis Pigmentosa USH2A

Zusammenfassung

Antisense-Oligonukleotid (ASO), das gezielt Exon 13 des USH2A-Gens überspringt. Intravitreale Injektion alle 6 Monate. Die CELESTE Phase II/III-Studie rekrutiert Patienten mit der häufigen Exon-13-Mutation.

Studiendetails

IndikationUsher-Syndrom Typ 2A und nicht-syndromale RP durch USH2A Exon-13-Mutation
MechanismusAntisense-Oligonukleotid (Exon-13-Skipping), intravitreale Injektion
SponsorProQR Therapeutics
PhasePhase II/III (SIRIUS abgeschlossen, CELESTE laufend)
StatusCELESTE rekrutiert aktiv (2024-2026)
EinschlussMindestens eine USH2A-Mutation in Exon 13 (homozygot oder compound-heterozygot), Alter 12+
Zentren DETübingen, München, weitere geplant
EndpunktBest Corrected Visual Acuity (BCVA), Ellipsoid Zone (EZ) Fläche im OCT
Aktualisiert12.07.2024 (ClinicalTrials.gov)

Ausführliche Beschreibung

Ultevursen (QR-421a) ist ein Antisense-Oligonukleotid von ProQR Therapeutics, das einen neuartigen Ansatz zur Behandlung von USH2A-assoziierter Retinitis Pigmentosa verfolgt. Statt das vollständige Gen zu ersetzen (USH2A ist mit 15.6 kb zu groß für AAV-Vektoren), nutzt Ultevursen Exon-Skipping: Das ASO bindet an die prä-mRNA und bewirkt, dass Exon 13 beim Spleißen übersprungen wird.

Das resultierende verkürzte Usherin-Protein behält seine Funktion, da Exon 13 nicht für die kritischen Proteindomänen kodiert. Dieser Ansatz ist spezifisch für Patienten, die mindestens eine pathogene Mutation in Exon 13 tragen - dies betrifft etwa 30% aller USH2A-Patienten.

Die Phase-I/II-Studie SIRIUS zeigte ein gutes Sicherheitsprofil. Die pivotale CELESTE-Studie (Phase II/III) rekrutiert aktiv Patienten an mehreren Zentren in Europa und den USA. Primärer Endpunkt ist die Veränderung der bestkorrigierten Sehschärfe (BCVA) über 24 Monate. Sekundäre Endpunkte umfassen die EZ-Band-Fläche im OCT als strukturellen Biomarker.

Die intravitreale Injektion wird alle 6 Monate verabreicht. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem chirurgisch aufwendigeren subretinalen Gentransfer.

Quelle: NCT05158296 auf ClinicalTrials.gov

Maßgeblich sind die tagesaktuellen Einträge in der Studiendatenbank. Stand dieser Zusammenfassung: April 2026.

Hinweis: Diese Zusammenfassung dient der Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sprechen Sie vor einer Studienteilnahme immer mit Ihrem behandelnden Augenarzt oder Humangenetiker.